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Entstehung und Aufgabe
Die Idee Vinzenz Pallottis (1795-1850) von der Mitarbeit aller Christen
am Auftrag der Kirche ist im Laufe des letzten Jahrhunderts
Allgemeingut geworden. Doch zu seinen Lebzeiten war Apostolat das
Vorrecht der Bischöfe, Priester und Ordensleute.
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So mußte es auffallen, daß in der Stadt Rom ein Priester
sich für Randgruppen einsetzte, Bildungswerke für Jugendliche
gründete, einen Hilfsfond zur Existenzsicherung kleiner
landwirtschaftlicher Betriebe südlich von Rom gründete und
den Druck religiöser Schriften organisierte. Pallotti beschritt
neue, ungewohnte Wege, und die "Erben" Vinzenz Pallottis, die
Pallottiner und Pallottinerinnen, eine Priester-, Brüder- und
Laiengemeinschaft mit dem Namen Gesellschaft vom Katholischen Apostolat
(SAC), sehen heute noch ihren besonderen Auftrag darin, alle Christen
für die Mitarbeit in der Kirche zu gewinnen. So arbeiten mit ihnen
viele Laien einzeln und in Gruppen zusammen.
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Einsatzgebiete
Wir Pallottiner zählen zur Zeit rund 2.200 Mitglieder und sind
tätig in Italien, Deutschland, der Schweiz, Österreich,
Polen, Frankreich und Irland, in England, Jugoslawien, in den USA sowie
in Afrika, Indien, Australien und Lateinamerika.
Zu den Schwerpunkten unserer
Arbeit in Heimat und Mission gehört vor allem die Zusammenarbeit
mit Laien. So arbeiten wir in überpfarrlicher und regionaler
Seelsorge, in verschiedenen Gruppen und Verbänden, in der
Erwachsenenbildung, in Dialog-Mission mit Gemeinden und in der
Jugendarbeit.
Wir sind im breiten Gebiet
aller Seelsorgeaufgaben tätig. Seit der Zeit Vinzenz Pallottis
betätigen wir uns auch publizistisch. So bringen wir allein im
deutschsprachigen Gebiet zwei Monatsschriften heraus: "KA + Zeichen"
und "ferment". Wir betreiben Buchverlage mit eigenen Autoren.
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Lebensform
Fruchtbares Apostolat setzt ein apostolisches Leben voraus. Daher
entscheiden wir uns zur Nachfolge des Herrn nach den Räten des
Evangeliums. Das Gesetz unseres Lebens heißt Partnerschaft:
Miteinander leben - miteinander arbeiten - miteinander glauben.
Aufnahme und Ausbildung
In einer zweijährigen Einführungszeit sucht der Bewerber die
Gemeinschaft näher kennenzulernen und das Fundament für ein
geistliches Leben zu legen. Dann folgt eine vorläufige Bindung an
die Gemeinschaft, jeweils auf ein Jahr. Nach drei Jahren folgt die
Weihe an Gott auf Lebenszeit.
Wer Priester werden will,
durchläuft ein insgesamt sechsjähriges
philosophisch-theologisches Studium. Wer als Bruder der Gemeinschaft
angehören will, erhält die gleiche geistliche Grundausbildung
wie der zukünftige Priester. Im übrigen unterscheidet sich
sein Weg je nach der Berufsausbildung. Ihm stehen vielfältige
Arbeitsbereiche in der Gemeinschaft offen: handwerkliche und
Dienstleistungsberufe, Verwaltung, Erziehung, Schule, Seelsorgehilfe,
Einsatz in den Missionen.
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